Ankommen, integrieren & langfristig binden
Gemeinsam ankommen und langfristig erfolgreich sein.
Ihre internationale Fachkraft ist angekommen. Jetzt beginnt ein wichtiger Abschnitt: Ein guter Start im Betrieb, Unterstützung im Alltag und eine langfristige Perspektive tragen dazu bei, dass aus dem neuen Arbeitsverhältnis eine dauerhafte Zusammenarbeit werden kann.
Dabei kommt es sowohl auf die Unterstützung im Unternehmen als auch auf das soziale Umfeld an.
Phase 4
11. Anreise und erstes Ankommen in Südwestfalen
Wie gelingt der erste Start in der neuen Region?
Bereiten Sie die Ankunft Ihrer internationalen Fachkraft oder Ihres Auszubildenden sorgfältig vor. Klären Sie möglichst früh, wie die Anreise und die erste Unterkunft organisiert werden und wer die Person vor Ort empfängt.
Wichtige Punkte sind:
- Anreise und Abholung organisieren
- Erste Unterkunft sicherstellen
- Anmeldung und notwendige Behördengänge vorbereiten
- Arbeitsweg und Mobilität klären
- Erste Orientierung in Südwestfalen ermöglichen (LINK SWF.COM)
- Eine erreichbare Ansprechperson für die ersten Tage benennen
Ein gut organisierter erster Tag kann helfen, Unsicherheiten abzubauen und den Einstieg zu erleichtern.
12. Alltag und soziales Umfeld organisieren
Wie unterstützen Sie Ihre neue Fachkraft dabei, sich auch außerhalb des Betriebs einzuleben?
Neben der Arbeit gibt es viele Fragen des täglichen Lebens. Dazu gehören eine dauerhafte Wohnsituation, Mobilität, Bankangelegenheiten und Versicherungen.
Je nach persönlicher Situation können auch Familie, Kinderbetreuung, Schule und soziale Kontakte eine wichtige Rolle spielen.
Unterstützen Sie Ihre Fachkraft dabei, passende Anlaufstellen zu finden. Nicht alle Aufgaben müssen vom Unternehmen selbst übernommen werden. Wichtig ist, dass geklärt ist, wer bei welchen Themen helfen kann.
Auch Sprachkurse, Vereine und Freizeitangebote können dabei helfen, Kontakte zu knüpfen und sich in der Region zu Hause zu fühlen.
13. Start im Betrieb und Onboarding
Ein strukturierter Einstieg erleichtert es neuen Mitarbeitenden, sich im Unternehmen zurechtzufinden.
Bereiten Sie die ersten Arbeitstage vor und erstellen Sie einen Einarbeitungsplan. Benennen Sie eine feste Ansprechperson, erklären Sie betriebliche Abläufe und stellen Sie sicher, dass notwendige Sicherheitsunterweisungen durchgeführt werden.
Achten Sie insbesondere auf:
- Eine persönliche Begrüßung und Vorstellung im Team
- Eine verständliche Erklärung der Arbeitsabläufe
- Einen strukturierten Einarbeitungsplan
- Berücksichtigung sprachlicher Hürden und Fachbegriffe
- Regelmäßige Feedbackgespräche
- Bei Auszubildenden: Ausbildungsplan, Berufsschule und Lernunterstützung
14. Begleitung und Stabilisierung
Auch nach dem erfolgreichen Arbeitsbeginn ist eine kontinuierliche Begleitung wichtig. Regelmäßige Gespräche helfen dabei, Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Achten Sie beispielsweise auf sprachliche oder fachliche Herausforderungen, Missverständnisse im Team oder Schwierigkeiten in der Ausbildung.
Bei Bedarf können Sie Mentoring, Sprachförderung, Assistierte Ausbildung oder andere begleitende Angebote einbeziehen.
Besonders bei Auszubildenden ist es sinnvoll, den Austausch mit der Berufsschule und den beteiligten Unterstützenden zu berücksichtigen.
15. Integration und langfristige Bindung
Eine langfristige Zusammenarbeit entsteht nicht allein durch einen erfolgreichen Arbeitsbeginn. Wichtig sind auch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und ein gutes soziales Umfeld.
Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrer Fachkraft, welche Perspektiven sich im Unternehmen ergeben können.
Mögliche Ansatzpunkte sind:
- Berufliche Entwicklung und Weiterbildung
- Übernahme nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung
- Anerkennung weiterer Qualifikationen
- Unterstützung bei familiären und sozialen Fragen
- Möglichkeiten, sich in der Region zu engagieren
- Bei Auszubildenden: Ausbildungsplan, Berufsschule und Lernunterstützung
16. Erfahrungen auswerten und Prozesse verbessern
Nach der Einstellung und Integration lohnt es sich, den gesamten Prozess gemeinsam auszuwerten.
Fragen Sie sich, welche Schritte gut funktioniert haben, wo Herausforderungen aufgetreten sind und welche Unterstützungsangebote hilfreich waren.
Beziehen Sie nach Möglichkeit sowohl den Betrieb als auch die internationale Fachkraft und weitere beteiligte Akteure ein.
Dokumentieren Sie hilfreiche Kontakte, Vorlagen, Checklisten und Erfahrungen. So können Sie zukünftige Rekrutierungsprozesse verbessern und Ihr Wissen auch mit anderen Unternehmen teilen.
Nutzen Sie das Angebot Internationals in Südwestfalen als Wissensgeber und Botschafter, um von den Erfahrungen erfolgreich integrierter Menschen zu lernen und deren Geschichten sichtbar zu machen.
Das Ergebnis von PHASE 4
Aus dem Arbeitsbeginn wird eine langfristige Perspektive.
Die Fachkraft ist im Betrieb und in der Region angekommen. Die Beschäftigung wird begleitet, Entwicklungsmöglichkeiten werden berücksichtigt und Erfahrungen für zukünftige Prozesse genutzt.
Checkliste: Ankommen und langfristig integrieren
- Anreise und Empfang organisiert
- Unterkunft und erste Behördengänge geklärt
- Arbeitsweg und Mobilität organisiert
- Ansprechperson für den Alltag benannt
- Erste Arbeitstage und Einarbeitung geplant
- Regelmäßige Feedbackgespräche vereinbart
- Sprachliche und fachliche Unterstützung geprüft
- Berufliche Entwicklungsperspektiven besprochen
- Soziale Integration unterstützt
- Erfahrungen gemeinsam ausgewertet
Wo erhalte ich unterstützung?
- FAI NRW – Unterstützung zur Beschäftigung und Integration internationaler Fachkräfte.
- Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge – Praxiswissen und Angebote für Unternehmen.
- BAMF-Berufssprachkurse – Informationen zur berufsbezogenen Sprachförderung.
- INQA – Informationen zur Gestaltung guter Arbeitsbedingungen.
- Deutsches Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen – Fachinformationen für den Gesundheits- und Pflegebereich.
- Für die Alltagsorganisation können außerdem regionale Beratungsstellen, Relocation-Agenturen und kommunale Anlaufstellen relevant sein.
Nächster Schritt
Sie haben Erfahrungen gesammelt?
Teilen Sie Ihre Erkenntnisse und profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Unternehmen. So kann die Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Sie wissen nicht, welcher Schritt der richtige ist?
Das Global Connect Center unterstützt Sie bei der persönlichen Ertorientierung und zeigt passende nächste Schritte, Ansprechpersonen und Unterstützungsangebote.
Sprechen Sie uns gerne an. Gerne unterstützen wir Sie gemeinsam mit unserem südwestfälischen Netzwerk!